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Nach intensiven Vorbereitungen und einer Gründungsversammlung, die von allen Anwesenden als „historisch" bezeichnet wurde, hat die Parteisendorf ihre Arbeit aufgenommen. Der Vorstand erklärte bei der konstituierenden Sitzung: Die Zeit des Abwartens sei vorbei.
Das Programm der Parteisendorf umfasst 12 Punkte, die von der lokalen Bevölkerung als längst überfällig beschrieben werden. Im Mittelpunkt: die Errichtung eines Drive-In-Schalters bei der örtlichen Bäckerei, die konsequente Erfassung von Marktparkern durch eine öffentliche Prangertafel, sowie ein Looping an der Bahnbrücke als Maßnahme gegen die chronische Langeweile im Bahnverkehr.
Besonders scharf in der Kritik steht die Deutsche Bahn. „Die Deutsche Bahn hatte 30 Jahre Zeit, die Situation zu verbessern", heißt es im Parteiprogramm. „Wir schlagen einen Looping vor. Einer von uns macht Fortschritte."
Auf Nachfrage, wie die Parteisendorf zur Legalisierung des Walfangs stehe, antwortete der Vorstand einsilbig: „Wir diskutieren." Eine Abstimmung habe zu keinem Ergebnis geführt, da alle Mitglieder sich enthalten hätten. Die Frage bleibe offen. Sie werde immer offen bleiben.
Die Reaktionen auf die Gründung sind gemischt. Ein Teisendorfer Bürger erklärte: „Endlich sagt es jemand." Eine lokale Zimmerei, die im Programm im Zusammenhang mit einer angeblich verlegten Eisdiele erwähnt wird, hat eine Stellungnahme verweigert und jede Beteiligung bestritten.
Die Parteisendorf plant für 2025 die offizielle Petition für den Drive-In, die Einreichung des Aprilfest-Konzeptes sowie die Inbetriebnahme der Marktparker-Datenbank. Ob man bei der nächsten Kommunalwahl antrete, ließ der Vorstand offen: „Erst Drive-In, dann Demokratie."