Von der Idee zum Programm, von der Gründungsversammlung zur Partei — die Geschichte der Parteisendorf, wie sie wirklich war.
Es gibt einen Moment, in dem aus Frustration eine Idee wird. Für die Parteisendorf war das der Moment, in dem jemand mal wieder auf dem Marktplatz stehen blieb, in den Regen schaute, und dachte: Irgendjemand muss das sagen.
Der Drive-In existierte nicht. Der Looping war nicht gebaut. Der Berg stand im Weg. Die Walfangfrage war ungestellt. Das Aprilfest war kleiner als München.
Das war inakzeptabel. Und so begann die Parteisendorf.
Irgendwo in Teisendorf — genauer Ort wird aus Datenschutzgründen nicht genannt — entstand die Idee: Was, wenn man das alles einfach zu einer Partei macht? Das Programm schreibt sich fast von selbst. Teisendorf liefert täglich Material.
Die ersten Punkte sind schnell formuliert: Marktparker. Drive-In. Looping. Bier. Danach wird es komplexer.
Was als kurze Liste beginnt, wird zu einem 12-Punkte-Programm. Die Themen sind vielfältig: Infrastruktur, Kultur, Gastronomie, Meteorologie, und schließlich die Walfangfrage — die als letzter Punkt hinzukommt und von Anfang an keiner Klärung zugeführt werden kann.
Die Satzung wird verfasst. Sie ist ernst gemeint. Mehr oder weniger.
Die Gründungsversammlung findet statt. Alle Anwesenden sind nüchtern genug um zu unterschreiben. Das Protokoll wird geführt. Die Satzung wird angenommen. Der Vorstand wird gewählt.
Zur Walfangfrage: alle Anwesenden enthalten sich. Einstimmig. Das ist kein Fehler. Das ist Konsens.
Die Parteisendorf betritt das Internet. Die Domain ist gesichert. Die Website ist professionell gestaltet — ernster als die Inhalte, was beabsichtigt ist. Der Ticker läuft. Der Looping ist noch nicht gebaut. Aber die Nachricht ist raus.
Die Parteisendorf hat die örtliche Bäckerei offiziell aufgefordert, einen Drive-In-Schalter zu errichten. Die Verhandlungen laufen. Eine Antwort steht aus. Die Parteisendorf wartet. Geduldig. Aber bestimmt.
Wie jeden Tag seit der Gründung ist die Walfangfrage offen. Es gibt Gespräche. Es gibt Enthaltungen. Es gibt keine Lösung. Das ist okay.
Die Parteisendorf hat damit Frieden gemacht.